|
|
 |
 |
|
Im Frühjahr 2005 gründen Hinrich Franck und Jörg Lehnardt - die sich seit über einem Jahrzehnt durch ihre Arbeit an Film- und Theaterprojekten sowie durch gemeinsames Musizieren in diversen Bands kennen - ein Trio ...
... mit dem Namen:
|
 |
 |
|
Nicht-Vor-Den-Kindern
|
 |
 |
|
Zusammen mit dem Schlagzeuger Heiko Braun entwickeln sie einen Stil, der das klassische Orgel- bzw. Jazzpiano-Trio auf wundersame Weise mit elektronischen bis schwer-metallischen Klängen mixt. Das Repertoire aus dem All-American-Songbook wird durch Hinrich Francks schnoddrig vorgetragene deutsche Texte, durch 3-stimmige Beatgesänge und Lagerfeuermelodien zu einer direkten Weiterentwicklung des „Trios“ in der populären Unterhaltungsmusik des 21. Jahrhunderts.
|
 |
 |
|
MP3-HÖRBEISPIELE der CD: ‘ÜBERM REGENBOGEN’
|
 |
 |
|
|
ÜBRIGENS: ... SEIT ERSCHEINEN IM MÄRZ DIESEN JAHRES SIND MEHRERE STÜCKE DER CD
ÜBERM REGENBOGEN
MONAT FÜR MONAT IN DER VOM VEREIN DEUTSCHSPRACHIGE MUSIK E.V. IN KOOPERATION MIT DEM SWR HERAUSGEGEBENEN LIEDERBESTENLISTE VERTRETEN:
SIEHE WWW.LIEDERBESTENLISTE.DE
|
|
|
|
 |
 |
|
NICHT VOR DEN KINDERN
PRESSESTIMMEN (AUSZUG)
|
|
|
 |
 |
|
Hinrich Franck, der Pornograph unter den deutschen Jazzmusikern, ist wieder da. Und es wäre interessant, einem anderer Spezialisten für Schweinkram, Joseph von Westfalen ("Die Memoiren meiner Frau"), das neue Franck-Werk vorzulegen. Gilt er doch als Jazz-Experte unter den deutschen Schriftstellern, stapelweise liegen in den Hörbuch-Regalen seine Jazz-Compilations, deren wechselnde Titel allesamt die Eroberung des anderen Geschlechts nahelegen. Mutmasslich aber wird Westfalen, jazz-historisch ein Traditionalist, von Franck eher abgeschreckt sein. Vielleicht weniger durch die aus ihm (auch) sprechende Perspektive des ewigen Verlierers als vielmehr durch Franck‘s unklaren Bezug zur Jazzwelt. Hier nämlich werden Standards gegen den Strich gebürstet, oder - um das viel schönere Englisch von Django Bates zu bemühen: to arrange the hell out of them. Wer aber die berühmten Vorlagen so biegt, als kämen sie aus hard‘n‘heavy oder Rockabilly oder der Neuen Deutschen Welle, der muss sie eingehendst studiert haben. Und Hinrich Franck, soviel sei Novizen gesagt, ist im Sektor der skurrilen Standard-Bearbeitungen nicht erst seit gestern unterwegs. Aber es sind Jazzmusiker, die hier so tun als ob (kein Popschlagzeuger würde solche snare-Handkantenschläge in der Tradition von Steve Jordan plazieren wie Heiko Braun, von den schrägen ‘out of time fills‘ im Blues-Mittelteil von "So What" ganz zu schweigen.) Das Ganze ist eben ein Riesen-fake und -Spass! Es dürfte nicht schaden, die Vorlagen zu kennen, um den Franck‘schen Tribut durch Distanzierung überhaupt wertschätzen zu können. Wieder einmal aber erweisen sich die grossen Denkmäler als gegen jeden Pinkelbogen gefeit; einen Burt Bacharach kann auch Hinrich Franck nicht unterspülen, das "Girl von Ipanema" bleibt gegen jede Urlaubslyrik gefeit - und "My Ship" strotz geradezu vor Kraft, als heavy Hymne! "My Ship" übrigens wird allen Sendboten der Politischen Korrektheit schwer gefallen; es trägt einen Text nach dem Motto "Das Boot ist voll", als wäre es kurz nach der Cap Anamur-Affäre vor Lampedusa entstanden. Zahlreich und eine Rafinesse für sich sind die zahlreichen ‘old school‘ Verschrobenheiten, mit denen die Aufnahme geradezu gesprenkelt ist. Das amtliche HammondB3-Solo hier, das Shadows-Zitat dort. Dabei ist nicht alles gelungen, der Auftakt eher schwach - aber zum Glück von der ironischen Selbstkritik getragen "Ich glaub‘ ein Sänger werd‘ ich nie!" "My Ship" aber ist ein Fall für sich, ein Ohrwurm sondergleichen und "So What" - inklusive Halbton-Rückung - geradezu genial fehl-gedeutet. Nicht vor den Kindern? Tja, wegen der einen oder anderen Textzeile vielleicht - grösstenteils aber könnten sie ihren Spass haben. Ohne recht zu wissen, was unter der Oberfläche steckt.
aus: JazzCity Net Edition (Michael Rüsenberg) / Februar 2006
|
 |
 |
|
UND HIER NOCH EIN PAAR (KNAPPE) BIOGRAFISCHE NOTIZEN ZU DEN BETEILIGTEN MUSIKERN:
|
 |
 |
|
Jörg Lehnardt – guitar, dobro, back-vox
|
 |
 |
|
Maybe you heard him playing weird grooves with BLOWBEAT or creating strange sounds for BART VAN DONGENS ‘FIRST MOVE’. Perhaps it was a late night session with HANS DULFER or a one-night-stand with HAN BENNINK. On a caravanholiday in Germany you could have seen the FRANCKBAND, SCÄM LUIZ, BILLY BANG or BRENDA BOYKIN. Maybe you had a chop souy in china, while he was touring with KAZDA. Or it was in Jakarta/Indonesia when you heard DEWA 19 (a millionseller!), and wondered about those backward guitars. It might have been in Canada ... ... or Palestine ... ?!?
|
|
|
 |
 |
|
Hinrich Maximilian Herrmann Franck - piano, organ, synthesizer, accordion, lead-vox
|
|
|
 |
 |
|
Musikstudium an der HdK Berlin und der Hochschule für Musik Köln - dort seit 1985 Lehrauftrag für Jazzpiano und Comboleitung - seit 1977 als Pianist und Keyboarder in diversen Bands bei Musical-, Theater-, Live-Projekten und Studio-Produktionen tätig - arbeitet auch als Komponist, Texter und Sänger - seit 1989 vorwiegend mit seiner eigenen Band (FRANCKBAND: 7 CDs) - arbeitete zusammen und u. a. für: Anke Engelke - George Tabori - George Russell - Bob Moses - Helge Schneider - Stefan Raab - Wolfgang Mitterer - Nils Wogram - Verona Feldbusch - sowie (aktuell) NOX Dirk Raulf / Gerd Köster
|
|
 |
 |
|
Heiko Braun – drums, cajun, back-vox
|
 |
 |
|
Credits: u.a. Rednex, Xavier Naidoo, Modjo, Melissa, Guildo Horn, Jörg Knör, Nino DeAngelo, Christina Lux, Matthias Reim, Alex Carrington. Bundessieger bei ’Jugend musiziert’ - Sonntagskonzert im ZDF. Studium an der Hochschule für Musik (bei Josef Offelder) und der ’Hogeschool voor de Kunsten’ in Arnheim/NL (bei Joop van Erven und René Creemers). Stipendium vom ’Berklee College of Music’ in Boston/USA.
|
|
|
|