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DERZEIT STEHEN DIE FOLGENDEN, AKTUELLEN PROGRAMME FÜR KONZERTE ZUR VERFÜGUNG:
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CANTA RHEI
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- neue meditative Musik -
Ausschließlich in Kirchen ... ... führt das Duo Hasler Hanschel sein neues einstündiges Programm CANTA RHEI auf. Die Grundidee des ‘Fliessens’, der subtilen Wahrnehmungsveränderung durch vergangene Zeit, vermittelt sich am deutlichsten im Rahmen einer Konzertreihe – CANTA RHEI ist jedoch auch als Einzelkonzert möglich. Die dafür konzipierten Kompositionen für Stimme und Altsaxophon haben fließenden, meditativen Charakter und sind speziell für die Akustik des Kirchenraums zugeschnitten. Improvisationen führen das vorgegebene Material dialogisch weiter, teilweise behutsam von Elektronik gestützt. Im Zentrum steht die sinnliche Erfahrung von Klang und Zeit.
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DUO HASLER HANSCHEL:
’frösche und teebeutel’
... EIN ABEND FÜR OSKAR PASTIOR
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... Was aber bietet dieser Abend mit dem befremdenden, neugierig machenden Titel “frösche und teebeutel“? “Jazz & Lyrik“ aus dem Geist der 1950er Jahre? Nein, viel eher schon eine Klang-Performance, die Risiken nicht scheut, weil sie radikal mit dem experimentiert, was uns am nächsten ist und am vertrautesten scheint. Sprache, Stimme und die “normale“ Welt der Kommunikation werden ver-rückt in ein Traumreich, wo alles neu, frisch, ungewohnt, sinn-los und anarchisch wieder entsteht. Oskar Pastior ist von allen konkreten Poeten der verspielteste und der verzauberndste. Wenn er die Sprache aufbricht und ihr Inneres untersucht, dann tut er das nicht mit der Kälte und mathematischen Eleganz vieler seiner Kollegen, sondern spöttisch und lockend. Er ist ein Wort-Magier und Geschichten-Guru, der uns ins Dickicht der Bedeutungen führt, bis sie sich auflösen und nur noch die reine, befreiende Imagination einen Ausweg aus den Sprach-Labyrinthen verspricht. Sanft kommt Pastior daher und doch ist er fast so etwas wie ein verschmitzter Teufel (“diabolos“ war bei den Griechen der Sinnverdreher; der, der das Unterste zuoberst kehrt), der die Worte neu erschafft. Und Gabriele Hasler assistiert ihm als die bedenkenloseste aller Stimm-Feen des neueren Jazz, gebiert Laute, Klänge, die sich noch nicht “verdickt“ haben. Man fühlt sich, als sei man dabei in der heißen Geburtstunde des Universums. Und Roger Hanschel, Mitglied der legendären “Kölner Saxophon-Mafia“ liefert den betörenden Klang-Kitt, der verhindert, dass uns alles um die Ohren fliegt. Keine schlichte Lesung, sondern ein Sprach- und Laut-Trip. “kanu newö keno/noka kenu wöne“, meint Oskar Pastior. Und jedem, der jetzt sagt: “Das verstehe ich nur allzu gut“, dem sei versichert: Das ist erst der Anfang.
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"dann kommt was und geht eins zwei eins; / und das was noch geht kommt." Eine seltsame, beinahe hellseherische Metapher für den Auftritt von Gabriele Hasler (voc) und Roger Hanschel (altsax), ohne Oskar Pastior (rezitation), im Leeren Beutel in Regensburg. Aus einem Abend mit dem im rumänischen Sibiu geborenen, wunderbaren Poeten wurde durch seinen Tod vor einem Monat während der Frankfurter Buchmesse ein "Abend für Oskar Pastior". Was noch ging, kam dann anders: Anwesend war der posthum mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnete Berliner dann doch irgendwie - als Rezitator aus der Maschine ... ... Auf der Bühne blieb also ein Stuhl leer, mit kleinem beleuchteten Tisch davor, und die weiche Stimme Pastiors mit dem kaum wahrnehmbaren Akzent kam aus dem Off, genauer den Lautsprechern. Mischte sich gelegentlich mit der Gabriele Haslers, die auf ihre unnachahmliche erregende Weise maunzte, hechelte, zischte und Laute aus den Tiefen ihres Körpers holte, die man bis dato nicht für möglich hielt. Mit diesen lautmalerischen Glossolalien, klangergründenden Rhythmisierungen, kurzen Loops, formstrengen Sprachräumen, in denen man sich leicht verirren und verwirren konnte, ist Hasler eine beinahe ideale Partnerin für den grenzenlosen Schöpfer konkreter Poesie gewesen. Umgekehrt sind Pastiors verspielte, mit feinem Witz verzwickt gestrickte Gedichte voller Wortlust und sinnfreiem Spracheifer ein Schatz für Hasler, aus dem sie selbstbewußt musikalische Kleinodien kreiert. Hanschel komponierte - und mischt klare melodisch-impressionistische Saxofonlinien unter die Stimmen. Oder er bläst ein Solostück, dass einem Hören und Sehen vergeht - expressiv, spannend und von einer Virtuosität getragen, die minimalistische und repetitive Formen ebenso ungeniert und musikalisch überzeugend einsetzt, wie unkonventionelle Spieltechniken ...
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... Das Konzert war dem im vergangenen Jahr verstorbenen Büchner-Preisträger Oskar Pastior gewidmet. Immer wieder hat Hasler in den vergangenen Jahren mit dem sprachverliebten Dichter zusammengearbeitet, der mit seinen Versen eine ganz eigene Sprachwelt schuf. Die wird belebt von Dada-Lyrik und Lautpoesie, Kurt Schwitters klingt hier an, aber auch die burleske Dichtkunst eines Ernst Jandl. Emsig türmte Pastior Silben zu sanglichen Reimen – “dro me da li bi do“ – , formte seine Mini-Sestinen und ließ in Reihungen Alltägliches aufmarschieren: “quefir – quebab quetschapp“. Mit Pastior sind drei sprachverliebte CD-Aufnahmen entstanden, Einspielungen, in denen die Sängerin gemeinsam mit dem Saxofonisten Roger Hanschel die Sprachspiele des Büchner-Preisträgers kunstvoll umsetzt. Gerne spielt Gabriele Hasler in ihrer Arbeit mit dem Gleichklang von Stimme und Sound, von Lyrik und Rhythmik. Für das Konzert in Darmstadt hat sie sieben Lieder aus dem im vergangenen Jahr veröffentlichten Zyklus “Frösche und Teebeutel“ ausgewählt und sie für Chor bearbeitet. Zwei Dutzend Sänger und Sängerinnen dürfen hier unter der sorgsamen Leitung von Wolfgang Seeliger nicht nur die feine Balance ihrer Stimmen präsentieren, sondern auch quietschen und brummen, flüstern und schreien. Das erreicht mit dem Klang von Hanschels Saxofon meditative Eindringlichkeit. Das Publikum applaudierte am Ende mit begeistertem Beifall ...
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Das "Literaturfest. Lesen. Hören 1" hatte am Samstag Halbzeit - und was die Soirée trotz aller Promis auf der Gästeliste beispielhaft in Szene setzte, war gewiss der Höhepunkt des Hörens im bemerkenswerten Festprogramm. Im Andenken des Dichters Oskar Pastior, dem die Aufführung posthum gewidmet war, trafen sich Gabriele Hasler, Stimme, Roger Hanschel, Saxophon, sowie Ulf Stolterfoth, Rezitation, zu einer live-Performance, die der große alte Mann der Sprach- und Wortartistik quasi aus dem Jenseits via Bandaufzeichnung sympathetisch überwachte. "Frösche und Teebeutel", benannt nach einer Reihe kleiner Zeichnungen, war Pastiorissimo vom Feinsten. Eine Lesung war es fast nur nebenbei. "Frösche und Teebeutel" - mit einem echten Frosch im Hals, Ulf Stolterfoth war leicht erkältet, rezitierte der Berliner Lyriker so übermütig wie subtil die ungemein verspielten, dabei ausgesprochen querköpfigen Texte seines fulminanten Vorbilds. Aber dies Konzertprogramm der Extraklasse stand und fiel mit der Musik, die ja in Pastiors schlitzohrigen Pastoralen potentiell schon drinsteckt. Was die eminente Sängerin und kapriziöse Komponistin Gabriele Hasler im Verein mit Roger Hanschels virtuosen Saxophoneinlagen wie der wunderbaren Lesung Stolterfohts aus den verbalen Partituren Oskar Pastiors an genialen Klangfarben und Tonfolgen, akustisch optischen Pasticcios voll Gefühlsmagie wie pointierter Intellektualität so packend wie perfekt zu zaubern wusste, war in seiner synästhetisch hinreißenden Leichtigkeit höchst eigenwillig. Mit des Autors schmeichlerischer Stimme im rasant verzwickten Playback brachten Hasler/Hanschel regelrechte Kammermusiktrios zu Gehör, unwiderstehlich herzbetörend weltentrückte Geistertrios in der Wortbedeutung mal, dann wieder pfiffig parodistische, verwirrend und verwischend hingehäckselte Wort/Ton-Kaskaden "ächtromantischer" Artistik, Miniaturen subversivster Ironie, voll rhythmischer Prägnanz. Als Oskar Pastior im Oktober letzten Jahres Knall auf Fall verstarb, hatte er sein luzides Froschkonzert bis ins Détail mit seinen beiden Kombattanten Hanschel/Hasler ausgekocht. Doch ließ das renitente Trio, als Gevatter Tod ihm gnadenlos den Griffel aus der Hand nahm, sich durch solch chimärisches Verschwinden nicht beirren - immer schon war Dada dem gebürtigen Rumänen, der auch Stalins Lager durchgestanden hatte, genuines Medium der vitalen Überlebenskunst gewesen. Dass Literatur von je nicht nur die Augen, sondern auch die Ohren anspricht, brachte der berückende Collagenabend der prägnanten Viererbande unvergesslich zu Bewusstsein.
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NÜRTINGEN. Die Wörter purzeln, die Silben knattern. Wenn Gabriele Hasler Texte von Oskar Pastior vertont, dann wirft sich ihre Stimme in rastlose Stakkati, dröhnt tief aus der Brust, fiept heiser im Diskant, wiegt sich sanft im Wind. Dazu spendiert Saxofonist Roger Hanschel einen Klangteppich, der mal ein sanftes Ruhekissen ist, dann wieder aufsässig dagegenhält. Die Sprache, bei Oskar Pastior ist sie wie ein Sauerteig, der gärend immer neue Gebilde aus sich hervortreibt. Beim Duo Hasler und Hanschel dringt dieser Gärprozess bis in die entlegensten Regionen der Klangbildung von Stimme und Saxofon vor ... ... Zum ersten Mal und nach Jahren des Überredens hatte Pastior den Schritt gewagt, gemeinsam mit Hasler und Hanschel gewissermaßen als Wort-Jazz-Trio aufzutreten. “Seine Texte schreien geradezu danach, vertont zu werden“, sagt Roger Hanschel nach dem Konzert. Eigentlich sind sie sogar selbst schon Musik. Und so wäre Pastior mit fast 80 noch zum Wort-Jazzer in einer experimentellen Combo geworden. Die CD war schon aufgenommen, die Tour schon geplant - doch dann starb der Autor, völlig unerwartet. Nun plätschert sein heiter-gelassener Singsang als letzte Botschaft an die Nachwelt aus den Boxen. Lässt jede vermeintlich vernünftige Logik beiseite und folgt mit kindlicher Freude nur der anarchischen Spur tanzender Silben. “Warum hüpft der Zopf? Warum zopft der Zipfel? Warum ist die Schlange krumm?“ Oder: “Hilf Frosch / Schorf flieh / spring Krebs / Torf tut Not“. Den Sprechsingsang mit dem anheimelnden osteuropäischen Akzent lassen Hasler und Hanschel mal alleine wirken, mal reichern sie ihn mit Hauchgeräuschen an, und schließlich steigert sich das Ganze zum fulminanten Wort-Getöse. Pastiors Erzählstimme trifft auf Haslers Stimmkünste und diese auf Hanschels Bläsertiraden. Mithilfe eines Live-Samplers, der Klänge direkt auf der Bühne aufnimmt und wieder abspielt, treffen auch Stimme auf Stimme, Saxofon- auf Saxofonklang. Was bei Pastior als anarchische Sprach-Kombinatorik angelegt ist, wird in den vielfältigen Überlagerungen zu einem schwingenden Gewebe aus Rhythmus, Sprache, Klang. So wird aus Worten Musik. Die klingt mal nach Pop oder Jazz, mal wie mongolischer Obertongesang und am Ende wie ein Wiegenlied. Immer überraschend, sehr experimentell, oft auch komisch. Es gab durchaus was zum Schmunzeln in der Kreuzkirche, es wurde auch öfter gekichert. “Wo bleiben die Rachenlaute?“, fragt Pastior aus dem Lautsprecher und Gabriele Hasler zuckt schelmisch mit den Schultern. Es ist auch eine Art Clownerie, was da abläuft und Pastior ein komischer Weltwortphilosoph, hinter dessen scheinbar kindlich sinnfreiem Gemurmel sich eine tiefere Weisheit zu verbergen scheint. Nur fassen lässt sie sich nicht. Bleibt nur der Stoßseufzer: “Hilf Frosch! Schorf flieh! Spring Krebs!“
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Nach ihrer Ausbildung (u.a. am Berklee College of Music, Boston) begann Gabriele Hasler Anfang der 80er Jahre die intensive Auseinandersetzung mit Jazz und improvisierter Musik. Auf zahlreichen Tourneen im In- und Ausland, u.a. für das Goethe Institut sowie mit über 20 Platten- bzw. CD-Veröffentlichungen machte sie sich einen Namen als eine der kreativsten Stimmen Europas.
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Einige Stationen:
> 1981-89 Gabriele Hasler & Foolish Heart (u.a. mit Bob Degen, Frank Wunsch, Dieter Manderscheid, Jörn Schipper) > 1984 erhielt sie den SWF Jazzpreis und gründete ihr eigenes Plattenlabel Foolish Music (Vertrieb JazzHausMusik, Köln) / ihre erste Eigenproduktion “God Is A She” erhielt 1986 den deutschen Schallplattenpreis > 1991-96 Gabriele Haslers Personal Notebook (Thomas Heberer, Wollie Kaiser, Jörg Huke, Jörn Schipper) > 1993-96 Zusammenarbeit als Komponistin/Sängerin mit dem MUTARE Musiktheater, Frankfurt (“5:8” / “Crossfade”) > seit 1993 sonetburger, Familienglück NDR Auftragskompositionen nach Texten von Oskar Pastior (u.a. mit Elvira Plenar, Hans Lüdemann, Andreas Willers) > seit 1997 Sprache.Stimme.Stimme.Klang - Oskar Pastior, Lesung / Gabriele Hasler, Gesang
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> seit 1999 Gabriele Haslers Personal News (Roger Hanschel, Claudio Puntin, Christof Thewes) > seit 1999 Soloperformances, zuletzt das vierzehntägige Projekt FLOW (August 2002 im Bremer Dom)
als Solistin war Gabriele Hasler Gast bei zahlreichen Rundfunk- und Fernsehproduktionen, so u.a. bei Claus Bantzers Tu Deinen Mund auf für die Stummen (für Kammerchor, Jazzensemble und Solostimme - NDR 1993) sowie bei Bernd Konrads Strange Fruit (für Sinfonieorchester, Jazzensemble und Solostimme - SDR 1995)
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Roger Hanschel begann 1975 im Alter von 11 Jahren das Saxophonspielen. Von 1981 bis 1987 studierte er Saxophon an der Musikhochschule in Köln. Mittlerweile 22 LP-/ CD-Einspielungen spiegeln seine künstlerische Tätigkeit wider.
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Die wichtigsten Stationen:
> 1983-89 Nana / intensive Zusammenarbeit mit Hans Lüdemann - piano, Rainer Linke - bass, Klaus Mages - drums / 2 LPs / seit dieser Zeit ist neben dem Saxophon das Komponieren ein Schwerpunkt seiner Arbeit > seit 1987 ist Roger Hanschel Mitglied der Kölner Saxophon Mafia / mit ihr spielte er 8 CD-Produktionen ein und erhielt dafür 3 deutsche Schallplattenpreise sowie den SWR-Jazzpreis 1999 / die Saxophon Mafia unternahm zahlreiche Tourneen in alle Welt > 1989-93 Blau Frontal (Hans Lüdemann - piano, Rainer Linke - bass) > 1994-97 Duo mit dem holländischen Cellisten Ernst Reijseger > 1994-99 Planet Blow (Lu Hübsch - tuba, Jörn Schipper - drums) / 2 CDs - Indientournee > 1998 realisierte er seine Musik für Saxophon und Streichquartett mit dem Titel Years of the Fifth Period / für dieses Projekt gewann er Musiker des Ensemble Modern, das Frankfurt Contemporary Quartet / 1 CD
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> 1999 + 2001 Mitglied im Klaus König Orchestra / 2 CDs > 2001 Years of the Fifth Period / Südamerikatournee mit dem Auryn Quartett im Auftrag des Goethe Instituts > 2000 gründete er zusammen mit Steffen Schorn und Dirk Mündelein Triosphere / 1 CD > 2002 CD-Produktion in Sao Paulo mit den brasilianischen Musikern Stenio Mendes - graviola und Djalma Correa - percussion
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Duo Hasler Hanschel
Pressestimmen (Auszug)
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DUO HASLER HANSCHEL: CANTA RHEI
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„ ... Diese strahlend klare, weit tragende Altstimme, könnte man sich hervorragend in einer Kathedrale vorstellen – sie gehört der Sängerin Gabriele Hasler. Ihr Gesang scheint eine festliche Botschaft zu vermitteln; manchmal wirkt er geradezu wie ein gesungenes Gebet. Und der warme Klang des Altsaxophons, das die Sängerin in wunderschönen harmonischen und melodischen Bögen umschmeichelt, scheint ebenfalls überirdischen Gefilden entgegenzustreben.“ Wolfgang Platzeck - WAZ (Juli 2006)
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„ ... Nicht von dieser Welt. So erscheinen die Klänge, die das Duo Hasler & Hanschel in einer ungewöhnlichen Konzertreihe in der Jesus-Christus-Kirche zu Gehör bringt. Die Stimme von Gabriele Hasler trägt den Zuhörer in fremdartige Welten. Multi-ethnische Gesangspassagen hallen von den Kirchenwänden wieder, begleitet von Altsaxophonklängen Roger Hanschels, die aber über weite Strecken so gar nicht nach Saxophon klingen. Stattdessen erinnern die wummernden, pulsierenden Klangmuster - oftmals Variationen eines einzigen Tons - häufiger an den Klang eines Didgeridoos, leises Trommeln mit den Fingerspitzen erinnert an fallende Regentropfen. Währenddessen wandelt sich die Stimme von Gabriele Hasler von menschlichem Gesang zu gnomenhaftem Gewisper, animalischem Fauchen oder imitiert fremdartige Laute, die an das Gurgeln eines Bachs erinnern. Wer sich darauf einlässt, kann vor dem inneren Auge ganze Phantasiewelten entstehen lassen. Musik, bei der man sich hinlegen und die Augen schließen möchte.“ Meinerzhagener Anzeiger (August 2006)
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ZUSAMMENARBEIT ... DUO HASLER HANSCHEL / GABRIELE HASLER + OSKAR PASTIOR
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“Das größte Problem sind die Texte. Man muss sich nur vorstellen: Da ist ein sensibler und denkender Mensch Sängerin geworden, und was man ihr an Texten zum Interpretieren vorsetzt, sind überwiegend Banalitäten und Klischees, und damit soll also nun das Publikum erfreut werden: harte Arbeit. Gabriele Hasler, eine der großen deutschen Sängerinnen im Formenkreis des aufgeklärten zeitgenössischen Jazz, hat früh auf Auswege gesonnen. Sie hat eigene Texte geschrieben, eigene Vorstellungen von Gesang und Liedformen entwickelt, ist aber auch mit Fundstücken zu hübschen Ergebnissen gelangt. Ihr bester Fund, geistreich und aus geradezu unerschöpflicher Quelle sprudelnd, waren die Texte von Oskar Pastior, mit dem sie seit den neunziger Jahren zusammenarbeitet. Für eine kompositorisch denkende Interpretin haben diese Texte eine ganze Reihe von Vorteilen: Erstens sind sie, in der Dada-Tradition, stark am klanglichen Aspekt der Sprache orientiert; zweitens belästigen sie niemanden mit Text-Banalitäten, -Klischees und –Vordergründigkeiten, sondern fördern eher das Hinhören durch ihre Skurrilität; drittens enthalten sie viele kleine und große Geheimnisse und geben somit multiple und sehr frei interpretierbare Anlässe für musikalische Deutungen. Sonetburger hieß das erste Album, das Gabriele Hasler (zusammen mit der Pianistin Elvira Plenar) vor 13 Jahren Pastiors Texten gewidmet hat; 1997 folgte das sprachlich und musikalisch raffiniert durchkomponierte Familienglück, auf dem auch Oskar Pastior selbst dabei ist. Jetzt ist ein neues Album erschienen, konzipiert und eingespielt mit dem Kölner Holzbläser Roger Hanschel und dem Dichter selbst, der seit 1997 auch zuweilen im Duo mit Gabriele Hasler aufgetreten ist; der Titel klingt auf eine merkwürdige Weise lebenspraktisch relevant: frösche und teebeutel. Gabriele Hasler nimmt sich darauf viele Freiheiten, und jede dient dazu, Bedeutungen zu behaupten, Rhythmen zu pointieren und Färbungen hervorzuheben, die in Pastiors Texten als Möglichkeiten angeboten werden (vorbildlich in "phrasendreher - polarmarmelade", das nur aus Farbworten besteht). Unaufgeregt und souverän nimmt sie sich mit ihrer immer wieder erstaunlich klangmächtigen und variablen Stimme der Texte an, mit sensiblem Timing und unaufdringlicher Könnerschaft lässt sich Hanschel hören. Aussichtspunkte für die Sprache Pastiors Texte sind hier weniger eingebunden in Interpretation als vielmehr auf einen Aussichtspunkt gebracht, von dem aus es sich weit hinaus in das merkwürdige Land der Klänge und Bedeutungen blicken lässt. Großen Charme besitzt seine eigene Lesestimme, die mit einer wundersam beharrlichen Märchenonkel-Verheißungsfülle intoniert. Aber er kann sich auch diszipliniert integrieren und den ihm von den Musikern zugewiesenen Platz präzise einnehmen. All das klingt nirgends wie Jazz und Lyrik: dazu sind die drei zu nahe beieinander.” Hans-Jürgen Linke - Frankfurter Rundschau (12. 07. 2006)
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CD-Kritik: Verführerisch
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“Die neue Wort-Klang-Komposition frösche und teebeutel von Gabriele Hasler (Stimme), Roger Hanschel (Alt-, Sopraninosaxophon) und Oskar Pastior (Stimme) zu neuen Gedichten Pastiors lädt ein, einzutauchen in ein Meer von Tönen über dem Untergrund der Sprache. Schon die ersten Klänge von Haslers klarer Stimme sind verführerisch mitreißend, mal solo, mal im Zusammenspiel mit dem Saxophon. Bald entwickeln sich Rhythmen, etüdenhaft variierte Sequenzen. Schräg, schrill, ironisch, melodisch, orientalisch, singend, springend, hüpfend, sirrend, brummend, zischend, angereichert mit Wortfetzen und Schlürflauten steigert sich der Sound bei jedem Stück. Roger Hanschels sinnlich aufgeladene Saxophonklänge unterstreichen das vielschichtige Gefüge der Sprache Pastiors. Diese CD macht süchtig!” Christine Langer - Südwestpresse (12.04.2006)
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“Gabriele Hasler ist als Sängerin nie völlig zufrieden damit gewesen, Lieder singen zu müssen: Hat das Vokalistinnen-Leben nichts Besseres zu bieten? Nicht, daß sie das nicht könnte - das Gegenteil ist oft genug bewiesen. Aber sie ist mehrere Schritte weitergegangen. Da gab es zum Beispiel eine geheimnisvolle, aus dem Japanischen in eine Art verschlungenes Halbdeutsch übertragene Gebrauchsanweisung für eine Uhr: verwirrende, gleichwohl rätselhaft klangvolle Anweisungen für unausführbare Tätigkeiten, die einen banalen Gegenstand in ein flirrendes Licht rückten. Oder ein Lied in der bisher unbekannten Sprache Esperango (‘Koliander, Sandarinen zusa Lamander’). Die Texte sind hier klangliche Ereignisse, in denen kleine, scheinbar bedeutungstragende Teile ephemer aufleuchten, ohne die Bewegung der Worte im Nebelhaften nachhaltig aufzuhellen. So muß sich die Musik, muß sich die Interpretation nicht zum Sendboten von Inhalten degradieren lassen. Oskar Pastiors Texte waren gleichermaßen für die Komponistin wie für die Vokalistin Gabriele Hasler ein Glücksfund: Sprache und Form und Klang waren vorhanden, aber als bloßes Material, ohne die Fesselung durch Mitteilungsbedürfnisse.” Hans-Jürgen Linke - Programmheft zum 293. NDR-Jazzkonzert (Produktion: Michael Naura)
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“ ... nun gibt es auch einen Hasler-Pastior oder eine Pastior-Haslerin. Daraus ist ein Kunstwerk geworden, wie es sich ein Lyriker nur wünschen kann: seine Poeme wurden zu Musik verkleidet, in Musik gekleidet, durch Musik zu neuer Vollkommenheit, neuer Erleuchtung gebracht. Das ist einer Komponistin gelungen, die sich bisher als Jazzsängerin Ruhm erworben hat, aber viel mehr kann: Gabriele Hasler. Man hört den Stücken bald verwundert, bald versonnen, bald atemlos zu. Mal werden sie gesprochen, geflüstert, deklamiert, gestottert, gesummt, knarrend rezitiert und dann gesäuselt: Lautlieder, Klangpoeme, Sprechaffären. Seit langem sind Gedichte nicht so geistreich, so phantasievoll, so enthusiasmiert und so listig in so ernsthafte Musik verwandelt worden.” Manfred Sack - DIE ZEIT (05.08.1994)
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DUO HASLER HANSCHEL: PIGEON
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“ ... So setzten sie unter dem Titel ‘Pigeon’ ein lustvolles kleines Text-Musik-Ereignis in Szene. Das Fragmentarische der Texte wurde einfühlsam unterstützt und ergänzt von den zarten Altsaxophon-Tönen Hanschels. Der kann so unglaublich leise, unglaublich poetisch und ungemein frech spielen, daß es eine helle Freude ist, ihm zuzuhören.” Ute Schalz-Laurenze - taz Bremen (05.11.2002)
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“Diese Musik erzeugt einen fragenden Schwebezustand, in dem man verharren möchte, weil er so reich und intensiv ist - eine konspirative Klangwelt, in der gemeinsam geatmet und empfunden wird. Im Vorbeisingen erblühen allerlei Bedeutungsmöglichkeiten, aber keine wird gepflückt. Diese ‘Windmusik’ ist ein Medium für feine Differenzen, für Duftmoleküle, verschiedene Arten des Rauschens, helle Farben im Dunst, für das festgehaltene Flüchtige, für den Klang.” Hans-Jürgen Linke - Frankfurter Rundschau (Liner Notes zur CD “Pigeon”)
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“Haslers Organ erzeugt alles, was Stimme hergibt: sie lispelt, wispert und stammelt, stöhnt und brummt. Zwischen tiefsten und höchsten Tönen erzeugt die Sängerin alle möglichen Lautmalereien. Dann jedoch kehrt sich das Verhältnis um, Gabriele Hasler füllt den Raum mit tiefer Stimme, das Saxophon gerät ins Stammeln und Zwitschern. Nur mit Jazzkriterien kommt man diesen Klangströmen nicht bei. Andeutungen von gregorianischem Gesang sind da genauso zu hören wie Minimal Music und ethnische Einflüsse. Und bei aller Ernsthaftigkeit: Humor, Lust und Leichtigkeit schwingen stets mit.” Walter Falk - Die Rheinpfalz (23.06.1999)
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