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Nach ihrer Ausbildung (u. a. am Berklee College of Music, Boston) begann Gabriele Hasler Anfang der 80er Jahre die intensive Auseinandersetzung mit Jazz und Improvisierter Musik. Auf zahlreichen TOURNEEN im In- und Ausland sowie mit über 20 Platten- bzw. CD-Veröffentlichungen machte sie sich einen Namen als eine der kreativsten Stimmen Europas. Die Gründung ihres eigenen Plattenlabels FOOLISH MUSIC (1986) ermöglicht ihr Unabhängigkeit und künstlerische Freiheit.
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Als SÄNGERIN ist sie gleichermaßen formstrenge Interpretin, "Instrument" sowie energetische Improvisatorin mit sprudelnden Ideen und einem unerschöpflichen Reichtum an vokalen Klangfarben.
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Neben eigenen Texten, die sie in englisch, deutsch oder ihrer Phantasiesprache "Esperango" verfasst, bezieht sie immer wieder fremde Lyrik in ihre Arbeit mit ein.
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So arbeitete sie 15 Jahre mit Büchnerpreisträger Oskar Pastior zusammen (CDs "sonetburger", "Familienglück", "frösche und teebeutel"). In ihren KOMPOSITIONEN gelingt es ihr, eine eigene und unverwechselbare Tonsprache zu finden, die Essenz ihrer "Persönlichen Folklore".
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FLOW - Stimme solo
"CONTEMPORARY SCHAMANISM"
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Seit 2002 gibt Gabriele Hasler Solokonzerte, in denen die Vielfalt der menschlichen Stimme in berührender Weise im Mittelpunkt steht. Kompositionen und Improvisationen stehen im Dienst des Klangs, die entstehende Musik ist neu, bewegend und meditativ. Der zeitgenössischen Schamanin geht es um die Qualität der Gegenwart, um Öffnung, Fliessen und Lauschen.
“Auf ihre unnachahmliche erregende Weise maunzt, hechelt, dröhnt Gabriele Hasler und holt Laute aus den Tiefen ihres Körpers, die man bis dato nicht für möglich hielt. Laute gebiert sie, Klänge, die sich noch nicht ‘verdickt’ haben. Man fühlt sich, als sei man dabei in der heißen Geburtstunde des Universums ...” (MZ, Regensburg 11/2006)
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MP3-HÖRBEISPIELE DES SOLO-PROGRAMMS FLOW:
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(je 0’45 Min. angespielt)
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F L O W Live-Mitschnitt St. Petri Dom / Bremen 2004 - Foolish Music 211 004
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SEQUENCE I: THE WAVES
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SEQUENCE V: AIRCONDITIONED NIGHTMARE
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SEQUENCE VI: A STREETCAR NAMED DESIRE
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SEQUENCE VIII: THE BELL JAR
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Das Solo-Programm ...
FLOW
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" ... SEIT ANFANG DER 90ER JAHRE WURDE ICH ALS SÄNGERIN UND KOMPONISTIN VON ZEITGENÖSSISCHER MUSIK MEHR UND MEHR AUCH ZUR KLANGSAMMLERIN IM BEREICH STIMME. NEBEN DER EIGENTLICHEN KLANGERZEUGUNG BEGANN MICH AUCH DIE PSYCHOAKUSTISCHE WIRKUNG VERSCHIEDENER KLÄNGE ZU INTERESSIEREN ... ... STICHWORTE: LAUSCHENDES HÖREN AKTIVIERT DAS GAMMA-NERVEN-SYSTEM, HARMONISIERT KÖRPERRHYTHMEN UND ERMÖGLICHT DEN ALPHAMODUS DES GEHIRNS, DER WIEDERUM FÜR DAS ERLEBEN VON FLOW ZUSTÄNDIG IST, EINEM ZENTRALEN BEGRIFF DER GLÜCKSFORSCHUNG ... " (GABRIELE HASLER)
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The intervention on popular contemporary musical languages by means of experimental and sound poetry tactics has lead German singer and composer Gabriele Hasler to build a musical universe as vast as it is suggesting, through which, by using the voice, its electronic manipulation and other sound objects, she proposes a journey hard to resist. A sound immersion that has its highest peak in her recent work, FLOW, which will be the subject of this concert. FLOW is an exciting and rich vocal music piece, that Hasler builds using both traditional vocal techniques and electronic manipulation of the voice in real time. We are in the presence of a creator of a long career, who has worked alongside Lindsay Cooper, Jaap Blonk, Gunter Hampel and Louis Sclavis, among others, and has developed a personal language as powerful as it is emotional. LEM-Jazzfestival Barcelona / Spanien - 2005
Ein neues Land entdecken, heißt Pionierin sein. Die Vielfalt der eigenen Person zu entdecken, heißt persönlich und mutig sein. Die entdeckte Welt ist gleichzeitig innen wie außen: die Brücke zwischen beidem ist die Stimme. FLOW ist eine künstlerische Meditationsmusik. Sie bringt die Hörenden in das Jetzt, läßt sie zu sich kommen. Dabei schöpft sie aus der Ehrlichkeit der experimentellen Musik, was den meditativen Effekt nur verstärkt: Auch was unter und über der Oberfläche erklingt, gehört dazu. Gabriele Haslers Musik ist stets klar und konsequent und dabei lebendig, vital, großzügig und – nebenbei – sehr virtuos. Gabriele Haslers Solomusik ist einzigartig, vergleichbar mit Meredith Monk oder Cathy Berberian durch die Hauptrolle, die sie der Stimme zukommen läßt. Haslers Stimme in FLOW reicht von warmem, tiefem Timbre bis zu schrillen Krächzern und lotet alle Möglichkeiten mit einer wohltuenden Ruhe und Klarheit aus. So arbeitet eine Forscherin und Pionierin: einerseits mit der Lupe der Genauigkeit und Sorgfalt und andererseits mit dem Zoom der humorvollen Distanz, dem Überblick des Vogelflugs. Wer möchte, kann sich von diesem Hörstück zu einer Phantasiereise anregen lassen: Gelandet in der Wildnis, schlägt man sich durch das Dickicht und Steppen, an paradiesischen Stränden entlang. Erblickt Pflanzen, Tiere, Gebäude, Menschen, die man nicht kannte oder in neuem Licht sieht. FLOW ist wie ein Wörterbuch, eine Sammlung neuer und uralter Klänge, mit dem aber eine neue Geschichte der Seele erzählt wird, sodaß sich das Zeitgefühl verliert und Hörende sich ganz ihrem eigenen Fluß hingeben können. Mauretta Heinzelmann / NDR - August 2004
Tibetischer Mönchsgesang im Bremer Dom? Aber auch ein windbehauchtes Ommm aus Indien, Jodlerklänge und Echos aus einer fernen Bergwelt, Klageweiber vom Balkan, gregorianische Choräle und Gesang aus einer Moschee. Eine Reise durch viele Länder und Zeiten läßt Gabriele Haslers Stimme vor unserem Ohr erscheinen. Singen so die Eskimos? Oder die Mönche in Japan? Von Ferne ein unerklärliches Surren, wie es früher aus Überlandkabeln kam. Klänge wie aus einem alten Radio. Geräusche, die zunächst wie ein Störfaktor wirken, doch dann Bestandteil der Musik werden: die einzigen Klänge, die Gabriele Hasler nicht mit ihrer Stimme erzeugt, kommen von einem Kleid aus Seidenstoff und Gelatine, das Hermine Haas für die Sängerin gefertigt hat. Es verursacht bei Berührung mit dem Fußboden oder Wänden Geräusche, die Gabriele Hasler sehr bewusst in ihr Hörstück FLOW für Stimme(n), Elektronik und Kleid aufgenommen hat. Unglaublich, was Gabriele Hasler alles mit ihrer Stimme anstellen und darstellen kann. Die Fülle der Ausdrucksmöglichkeiten ist so stark, daß es keines Computers bedarf, um spannende Musik mit dieser Stimme zu machen. Aber die Elektronik bietet - zusätzlich zu diesen stimmlichen Fähigkeiten - der Komponistin Gabriele Hasler die Möglichkeit, aus vorhandenem Material ein Hörstück zu machen. Jetzt kann sie selbst mit sich im Chor singen, Klänge übereinander schichten, miteinander mischen, sie verhallen lassen oder vervielfältigen, Klänge verbinden, die vorher nichts miteinander zu tun hatten - eine Vielzahl von Möglichkeiten tut sich auf, die Gabriele Hasler mit viel Fantasie und Klangsinn zu nutzen weiß. Und jetzt fließen diese Klänge in unsere Ohren und lösen eine Flut von Bildern aus. Die intime Welt der Stimme eröffnet uns hier eine Welt der Vielfalt. Marita Emigholz / Radio Bremen - August 2004
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