|
|
 |
 |
|
Die folgenden drei Programme / Formationen werden angeboten:
I. QUARTETTO PAZZO - Melancholera -
II. Christof Thewes Undertone Project - Bilder einer Ausstellung -
III. Christof Thewes Undertone Project - Lost Brain -
|
 |
 |
|
RUDI MAHALL (Berlin) - BASSKLARINETTE ist europaweit der wohl zurzeit meistbeschäftigtste Bassklarinettist - bekannt als Mitglied der wegweisenden Band ‘Der Rote Bereich’ - macht Furore mit der Einspielung ‘Monks Casino’ (die sich dem Gesamtwerk von Thelonious Monk widmet)
|
 |
 |
|
TOMAS ULRICH (New York) - CELLO lebt + arbeitet in New York - weltweite Tourneen als Solist + Ensemblemitglied zwischen Neuer Musik + Jazz - spielt mit Dave Taylor, Joelle Leandre, Kenny Norton, Steve Swell uva.
|
 |
 |
|
DIRK PETER KÖLSCH (Traben-Trarbach) - SCHLAGZEUG spielte jahrelang bei der Gruppe ‘Mardi Gras’ - wurde bekannt mit der Kölner Avantgarde Jazz Band ‘UnderKarl’
|
 |
 |
|
CHRISTOF THEWES (Saarbrücken) - POSAUNE biografische Daten > siehe weiter unten!
|
 |
 |
|
Quartetto Pazzo: Melancholera ( New Jazz )
|
 |
 |
|
Christof Thewes + Rudi Mahall spielen seit 1999 in unterschiedlichen Besetzungen (Duo / Trio / Quartett ) zusammen, veröffentlichten in dieser Zeit eine CD (’Quartetto Pazzo’ - JHM122) und spielten in Clubs + auf Festivals (u.a. ‘Akutfestival’ / Mainz, ‘Urban Sounds’ / Köln). Zwischen Improvisation und ausgefeilter Komposition agieren die Musiker leidenschaftlich + mit freiem Geist auf hohem instrumentalem + energetischem Niveau: undogmatisch und der Unendlichkeit des Augenblicks verpflichtet. Für die aktuelle Formation konnten der vielseitige Drummer Dirk Peter Kölsch und der renommierte New Yorker Cellist Tomas Ulrich gewonnen werden.
|
 |
 |
|
MP3-HÖRBEISPIELE DER ‘QUARTETTO PAZZO’-CD: MELANCHOLERA
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
KASTENSPINNERT
|
|
|
|
ORANGE CIRCUS - YELLOW CIRCUS
|
|
|
MELANCHOLERA
|
|
|
 |
 |
|
CHRISTOF THEWES UNDERTONE PROJECT
|
 |
 |
|
Das ‘Christof Thewes Undertone Project’ bedient sich inspirativ unterschiedlicher Genres: in improvisierendem Zusammenspiel verschmelzen jazz- und populär- musikalische Strukturen mit Elementen der Neuen Musik. Die Thewes’schen Kompositionen überzeugen durch melodische und rhythmische Vielfalt und verbinden organisch Tradition mit abstrakt klingender Zwölftönigkeit – was die Musiker zu improvisatorischem Personalstil und emotionaler Interpretation herausfordert – auf energetisch hohem Niveau ebenso wie in tiefen Abgründen.
|
 |
 |
|
Von Christof Thewes und Martin Schmidt 1991 gegründet (und 2002 zum Quartett erweitert) ist / war Undertone Project in zahllosen Clubs und auf Festivals zu Gast: ... z.B. EBU Festival / Marciac, Burgfest für Neue Musik / Illingen, Internationales Jazzfestival / St. Ingbert, Jazztransfer / Saarbrücken, Jazz D’Or / Strasbourg ...
|
 |
 |
|
Die ”Bilder einer Ausstellung” wurden 1874 von Modest Mussorgsky aus Anlass einer Ausstellung des befreundeten Architekten Hartmann in Petersburg als ein Zyklus aus Klavierstücken komponiert. Das gesamte Werk war unakademisch, originell und seiner Zeit in Harmonik, Melodik und Ausdrucksweise um Jahre voraus. 1922 wurde es von Maurice Ravel als Orchesterstück arrangiert und 1970 spielten Emerson, Lake and Palmer eine wuchtige Rockfassung ein. Diese Fassung war es, die ich als Jugendlicher zum ersten Mal hörte und die mich faszinierte, ebenso wie die unglaubliche und verstörende Bearbeitung für Blaskapelle vom ”Großen Tor von Kiew” (dem Finale von “Bilder einer Ausstellung”), das wir damals in unserem Musikverein spielten. Als wir mit Undertone Project im Sommer 2004 eine DVD von Emerson, Lake and Palmer sahen und hörten, war es unser Mentor Fritz Bermuda Müller: der die Idee hatte, eine eigene Fassung von “Bilder einer Ausstellung” zu kreieren, auf unsere Art mit viel Improvisation und im Gegensatz zu ELP mit allen Teilen des Zyklus. Das Ganze sollte kein ”Swing-meets-Klassik-Projekt” werden, sondern eine moderne zeitgenössische Bearbeitung zwischen Rock- und Free-Jazz, Neuer Musik und vielen spontanen Überraschungen. Ich hoffe, es ist uns gelungen. Wir danken ausdrücklich dem Saarbrücker Künstler Thomas Altpeter für seine Neugestaltung des Bilderzyklus. (Christof Thewes)
|
 |
 |
|
MP3-HÖRBEISPIELE: C.T. UNDERTONE PROJECT - BILDER EINER AUSSTELLUNG
|
 |
 |
|
Saarbrücken. Man sieht nur die Riesenkralle des vogelähnlichen Wesens: Es ist gerade im Begriff, ein Bild zu passieren, das sinnigerweise kopfüber von der Wand blickt ... So malt Thomas Altpeter die immer wiederkehrende Promenade aus "Bilder einer Ausstellung". Der Saarbrücker Künstler hat Modest Mussorgskys illustren Musikzyklus neu illustriert, in leuchtenden Farben und mit skurrilem Humor. Kongenial passend zur Jazzbarmachung durch Christof Thewes. Via Projektion begleiteten Altpeters Gemälde - sie zieren auch das Booklet - nun die CD-Präsentation am Donnerstag in der gut besuchten Stadtgalerie: Thewes' Undertone Project live mit "Bilder einer Ausstellung" im NewJazz-Gewand. Es wurde ein Riesenerfolg, mit jeder Menge Zwischenapplaus für den umwerfend vital groovenden Vierer. Was beeindruckte hier mehr? Die punktgenauen, kniffligen Rhythmusmanöver und die pikanten Bläserduette? Oder die wahrlich explosiven Improvisationen? Highlights waren etwa das brüllende Saxophon (Hartmut Oßwald) und die rockige Power beim Bild "Die Tuilerien (Streit der Kinder nach dem Spiel)". Thewes' Kommentar hierzu: Die Kinder heute sind eben etwas härter. Wunderbar kauzig ferner die Karawanen-Musik zum Ochsenkarren "Bydlo" mit Bassist Martin Schmidt an der Mandoline und Schlagzeuger Daniel Prätzlich an den Bongos. Vor Energie berstender Kulminationspunkt der abendfüllenden Mammut-Version wurde der "Marktplatz von Limoges", mit Thewes' schier ausflippender Posaune und einem wüst röhrenden, elektronisch verfremdeten E-Bass. Bevor es nach der Düsternis der "Katakomben" und der wilden Jagd der Hexe "Baba-Jaga" schließlich durchs "Große Tor von Kiev" ins bombastische Finale ging. Thewes' vor Ideen sprühende avantgardistische Neugeburt der "Bilder" hat das Zeug zu einem richtigen kleinen Renner.
|
 |
 |
|
aus: Saarbrücker Zeitung (Stefan Uhrmacher) / April 2006
|
 |
 |
|
III.
|
 |
 |
|
Christof Thewes Undertone Project: LOST BRAIN
|
 |
 |
|
“Ich weiß nicht, ob der Posaunist Christof Thewes beim Komponieren - alle Stücke auf Lost Brain stammen von ihm - die Angst vor dem weißen Blatt Papier kennt. Ein Stück von ihm heißt jedenfalls “Durststrecken”, aber auf den Höreindruck kann sich das nicht beziehen. Es ist eine aberwitzige Tour de Force, bei der Thewes und sein Tenorsaxophonist Hartmut Oßwald spielerisch um den Platz an der Sonne kämpfen. Zwar wird öfter mal das Tempo gewechselt, aber eine Durststrecke für den Hörer ergibt sich trotzdem nicht, denn man möchte immer wissen, wie’s weitergeht. Auf ein Piano verzichtet der Saarländer in seinem Undertone Project, dadurch klingt seine Band herrlich schroff und anarchisch. Thewes hat auch den Mut zu zirzensischen Einlagen, wenn er sein Instrument in der Einleitung zu “Ananka” wie einen Frosch quaken läßt. Kurz darauf lassen Martin Schmidt an einem merkwürdig verzerrten E-Bass und Drummer Daniel Prätzlich einen druckvollen Rock-Rhythmus vom Stapel, vor dem Hartmut Oßwald ein Funken sprühendes Tenorsolo verbrennen läßt. Das Undertone Project nutzt ein eigentlich herkömmliches Instrumentarium für schräge und abseitige Einfälle, und Thewes’ Kompositionen haben die richtige Mischung aus nach vorne gehendem Druck und verspielter Expressivität. Daß man dafür beim Musikmachen und beim Hören ganz bestimmt sein Gehirn einschalten muß und so in Kollision mit dem Albumtitel gerät, dafür kann die Band nun wirklich nichts.” Rolf Thomas - Jazzthetik (September 2005)
|
 |
 |
|
MP3-HÖRBEISPIELE: C.T. UNDERTONE PROJECT - LOST BRAIN
|
 |
 |
|
Biografische Daten:
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
CHRISTOF THEWES - trombone
|
|
|
|
Posaunist, Komponist und Arrangeur. Erlernte seit seinem zwölften Lebensjahr autodidaktisch Posaune und leitete sehr früh eigene Projekte (Dreiklang, Little Pechniqe, Biene Kabine und die Gummiband), spielte im Neuen Musik Verein Illingen (Ltg. Bernd Thewes) und im Michael Gross Quartett - alle diese Bands bewegen sich im Bereich experimenteller, improvisierter Rock- und Jazz Musik. Christof Thewes war Mitglied im Landes-Jugend-Jazzorchester des Saarlandes, später in der EBU Big Band (Ltg. Albert Mangelsdorff). Aktuelle Projekte als Komponist und Leiter: Little Big Band (klassische Big Band Besetzung), Yahoos (experimenteller Jazz), Quartetto Pazzo (mit Rudi Mahall), Gutter Music (mit Jürgen Wuchner), Christof Thewes Quintett (Musik von Charles Mingus). Spielt in Duo-Besetzungen mit Georg Ruby, Uwe Oberg, Rudi Mahall und Martin ‚Schmiddi’ Schmidt - ist Mitglied des Thomas Honecker Quartetts und der Wollie Kaiser Double Band - initiiert mit Claas Willeke und Andreas Wagner das alternative Kammerorchester ‚Inzeit Ensemble’. Im Bereich Literatur und Musik langjährige Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller und Filmemacher Alfred Gulden - Auftragskompositionen für Film, Hörspiel und Rundfunk (SR und RBB), außerdem Dozent für Jazzposaune an der Musikhochschule des Saarlandes. Tourneen und Konzerte in: Deutschland, Frankreich, Polen, Holland, Schweiz.
|
|
|